Die Frauenordination als Einfallstor und Trojanisches Pferd

Von | Januar 6, 2026
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Die Frage, ob die Frauenordination mit der Heiligen Schrift zu vereinbaren sei, ist nicht nur eine theologische Einzelfrage. Mit der Entscheidung über diese Frage erfolgt allgemein eine Weichenstellung des Schriftverständnisses und der Schriftauslegung. Grammatisch und theologisch kann nicht ernsthaft bestritten werden, dass die Worte des Apostels Paulus die Ordination von Frauen zum Predigt- und Hirtendienst ausschließen. So bleibt als Argumentation für die Frauenordination nur die Behauptung, der Apostel Paulus habe die Worte nur der damaligen Zeit geschuldet und im Wandel der Zeit hätten sie heute ihre Gültigkeit verloren. Gibt man dieser Argumentation nach, dann wird diese konsequent auch für alle anderen vermeintlich nicht mehr in die Zeit passenden Aussagen der Bibel in Anspruch genommen werden. Die Zulassung der Frauenordination würde zu einem Einfallstor für eine fundamental schriftkritische Theologie. Die SELK verlöre ihren Charakter als schrifttreue evangelisch-lutherische Bekenntniskirche und auch an geistlicher Vollmacht. 

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